Laufbahnberatung …, aktueller den je!
- Veränderung der Arbeitskultur durch Arbeit 4.0:
- Der Transformationsprozess „Arbeit 4.0“ führt zum Wegfall klassischer Arbeitsplätze und erfordert von Arbeitnehmer*innen eine proaktive Gestaltung ihrer Berufsbiografie.
- Notwendigkeit kompetenter Begleiter*innen:
- Die moderne Arbeitswelt verlangt nach kompetenten und ganzheitlich arbeitenden Begleiter*innen, die Arbeitnehmer*innen in beruflichen Orientierungsfragen unterstützen.
- Laufbahnberatung als effizientes Konzept:
- Der Ansatz „Laufbahnberatung ZML“ bietet seit über zwanzig Jahren ein spezielles Prozessmodell an, mit dem Ratsuchende strukturiert, effektiv und nachhaltig zu allen beruflichen Fragestellungenbei beraten werden.
- Ablauf und Methodik der Laufbahnberatung ZML:
- Das ZML-Modell kombiniert erlebensorientierte und kognitive Methoden, um Klient*innen in beruflichen Veränderungssituationen ganzheitlich und sicher zu begleiten. Es hilft, Klarheit über Lebens- und Arbeitsmodelle zu gewinnen und fundierte berufliche Entscheidungen zu treffen.
- Integration von Karriere Coaching und Berufsberatung:
- Laufbahnberatung ZML schließt die Lücke zwischen Karriere Coaching und Berufsberatung, indem sie einen Reflexionsraum für berufliche Fragestellungen bietet und individuelle Bedürfnisse nach sinnerfüllter Arbeit in stimmige berufliche Entwürfe integriert.
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Die Arbeitskultur befindet sich im Wandel. Durch den Transformationsprozess „Arbeit 4.0“ werden viele klassische Arbeitsplätze wegfallen. Die von ständig wachsenden Ansprüchen und zunehmender Flexibilisierung geprägte Arbeitswelt führt darüber hinaus zu immer kürzeren Veränderungszyklen für Arbeitnehmer*innen. Heute dürfen und müssen sich Arbeitnehmer*innen selbst um ihre Beschäftigunsfähigkeit kümmern und ihre Berufsbiografie (Laufbahn) proaktiv gestalten.
Diese Entwicklungen verlangen nach kompetenten und ganzheitlich arbeitenden Begleiter*innen in beruflichen Orientierungsfragen. Doch welches Beratungskonzept bietet effiziente und nachhaltige Lösungspotentiale – sowohl für Klient*innen als auch für Coaches und Berater*innen? Seit einigen Jahren findet der Beratungsansatz „Laufbahnberatung“ in zunehmendem Maße auch in Deutschland Aufmerksamkeit in der öffentlichen Wahrnehmung. Doch was verbirgt sich dahinter?
In der Schweiz ist Laufbahnberatung weit verbreitet, da dort die gesamte berufliche Entwicklung als begleitungswürdig betrachtet wird. Mit dem einzigartigen Prozessmodell der Zürich-Mainzer-Laufbahnberatung (ZML) gibt es ein bewährtes, strukturiertes Beratungskonzept, das Menschen in beruflichen Veränderungssituationen seit über 20 Jahren ganzheitlich, effektiv und sicher begleitet.
Der Ablauf einer Laufbahnberatung ZML basiert auf dem spezifischen Beratungsansatz des Zürich-Mainzer-Laufbahnberatungsmodells, der erlebensorientierte und kognitive Methoden kombiniert. Laufbahnberatung befähigt Klient*innen, sich über ihr Lebens- und Arbeitsmodell klar zu werden, ihre berufliche Veränderungskompetenz zu stärken und fundierte Entscheidungen über ihre berufliche Zukunft zu treffen. Durch die systematische Gliederung in handhabbare Schritte werden Klient*innen unterstützt, unübersichtlich scheinende Übergangssituationen zu meistern und stimmige Lösungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.
Laufbahnberatung ZML schließt die Lücke zwischen Karriere Coaching und Berufsberatung. Sie bietet einen Reflexionsraum mit kompetenter Begleitung für alle beruflichen Fragestellungen. Es geht darum, die Bedingungen in der Arbeitswelt und das individuelle Bedürfnis nach sinnerfüllter Arbeit in persönlich stimmige berufliche Entwürfe zu integrieren.
Das Prozessmodell
Weg nach innen – Weg nach außen
In der Laufbahnberatung ZML arbeiten wir mit einem modellhaften Prozess, der mit allen Klient*innen, ihrem spezifischen Anliegen entsprechend, individuell durchlaufen wird.
Der Weg nach innen ist der Weg der Selbsterkenntnis, der sich aus verschiedenen beraterischen sowie berufsrelevanten Themen zusammensetzt: z. B. Lebenserfahrungen, Persönlichkeit und Werte genauso wie Interessen, Stärken und Kompetenzen.
Ein zentraler Aspekt in der Laufbahnberatung ZML ist es, dass die Erkenntnisse aus der Beratung nicht nur kognitiv verankert, sondern, durch den Einsatz kreativer und erlebensorientierter Methoden, vertiefend in die Persönlichkeit integriert werden.
Über die Schritte: Wahrnehmen, Erkennen, Wertschätzen machen sich Klient*innen ihre Ressourcen wirklich zu eigen, sie werden dauerhaft verankert und können beispielsweise aktiv in einem Bewerbungsgespräch genutzt werden.
Die Wende vom Weg nach innen zum Weg nach außen bildet die Vision im Sinne eines neuen beruflichen Identitätsentwurfs, dieser drückt sich in einer oder mehreren beruflichen Perspektiven aus.
Der Weg nach außen ist der Weg zur Realisierung der Ziele. Hier gilt es, eine andere Strategie in der Beratung einzusetzen. Aktivieren, situativ ermutigen und gedankliches oder reales Probehandeln anzuregen, sind dabei wichtig.
Geschichte der Fortbildung Laufbahnberatung ZML
Ein Überblick
1995
- Geburtsstunde der Laufbahnberatung ZML: Initiierung durch Heidi Merlet und Kolleginnen aus der Schweiz (Hannelore Hafner, Marie-Luise Ries).
1998
- Fall des Beratungsmonopols der Bundesagentur für Arbeit: Freiberufliche Beratung wird möglich, Ausweitung der Zielgruppe für die Fortbildung.
1998 – 1999
- Gründung des Instituts für Angewandte Laufbahnpsychologie in Zürich: Zweijährige Fortbildung, Schwerpunkt auf Einzel- und Gruppenberatung.
1998 – 2005
- Erfolgreiche Durchführung mehrerer Fortbildungsdurchgänge. Stetige Weiterentwicklung des Konzepts.
2005
- Staffelstab-Weitergabe der Mitbegründerinnen: Hannelore Hafner und Marie-Luise Ries steigen altersbedingt aus.
- Entwicklung des Beratungsmodells „Weg nach innen und Weg nach außen“ durch Heidi Merlet.
2006
- Institutsgründung durch Heidi Merlet und Lioba Heitz-Safer: „Institut für Fortbildung in Laufbahnberatung“.
- Wesentliche Änderungen:
- Verbindung von Selbst- und Präsenzstudium.
- Einführung von Studienbriefen und Aufgaben zwischen den Präsenzterminen.
- Wochenendschulung für Gruppenberatung.
2010
- Übergabe des Instituts an Dipl. Psychologin Irmgard Betzler: Umbenennung in „Institut für Laufbahnberatung (IFL)“.
- Fortführung der Fortbildung ZML: Zusammenarbeit mit Siglinde Czenkusch, Barbara Willmroth, Helma Ostermayer und Dr. Martina Nohl.
2016
- Fortbildungszentrum Laufbahnberatung GbR: Gründung durch Dr. Martina Nohl und Barbara Willmroth.
- Start des neuen Fortbildungskonzepts (Februar 2017): Modernisiertes und erweitertes Konzept zur umfassenden Ausbildung in Laufbahnberatung ZML
2022
- Übergabe an Angelika Teske-Letzsch: Fortbildungszentrum Laufbahnberatung FZL.
- Einführung des Online Formats für die Fortbildung.
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Geschichte der Fortbildung ZML
Die Geschichte der Fortbildung ZML beginnt 1995. Die Unzufriedenheit mit der Ist-Situation der beruflichen Beratung in Deutschland ist groß, nicht nur bei Heidi Merlet, die zu diesem Zeitpunkt im dvb (Deutscher Verband für Bildungs- und Berufsberatung) aktiv ist und durch ihre Kontakte die Unzulänglichkeiten in der Berufsberatung kennt.
Inspiriert durch ihre Weiterbildung als Encouraging-Trainerin (Individualpsychologie) entwickelt Heidi Merlet die Idee einer Fortbildung für Berufsberater*innen, die andere Schwerpunkte setzt, als die reine „Arbeitsvermittlung“. Unterstützt wird sie dabei von den Schweizer Kolleginnen Hannelore Hafner und Marie-Luise Ries, die ihre langjährigen Erfahrungen aus der Laufbahnberatung in der Schweiz einbringen. Gemeinsam mit Dr. Christine Buschbeck entwickeln sie ein umfassendes Fortbildungskonzept und werden selbst als Lehrkräfte tätig.
1998 markiert einen Wendepunkt – das Beratungsmonopol der Bundesagentur für Arbeit (damals Arbeitsamt) wird aufgehoben. Diese gesetzliche Änderung ermöglicht es, berufliche Beratung auch freiberuflich anzubieten, und macht die Fortbildung für Berater*innen und Coaches auch außerhalb der Bundesagentur für Arbeit interessant.
Im selben Jahr wird das Institut für Angewandte Laufbahnpsychologie in Zürich gegründet. Die dort angebotene zweijährige Fortbildung umfasste im ersten Jahr die Laufbahnberatung mit Einzelpersonen und im zweiten Jahr die Beratung in Gruppen (Beatrice Stoffel).
Zwischen 1998 und 2003 werden mehrere Fortbildungsjahrgänge durchgeführt. Sieben Gruppen mit jeweils 12 bis 15 Teilnehmern werden in der Einzelberatung und vier Gruppen in der Gruppenberatung ausgebildet. Mit diesem wachsenden Erfahrungsschatz wird das Konzept beständig weiterentwickelt.
2002 wird als neue Organisationsform ein Verein nach Schweizer Recht gegründet, an dem Annina Büchner, Achim Wagner und Christiane Holl maßgeblich beteiligt sind.
2005 treten die Laufbahnberaterinnen Hannelore Hafner und Marie-Luise Ries altersbedingt aus der aktiven Fortbildung zurück. Peter Aeberli, der schon lange in der Fortbildung mitgearbeitet hatte, übernimmt verstärkt die konzeptionelle, methodische und inhaltliche Weiterentwicklung. Er führt ein Startseminar „Standort und Ressourcen“ ein, das der eigentlichen Fortbildung vorgeschaltet wird. Heidi Merlet entwickelt zudem das Beratungsmodell „Weg nach innen und Weg nach außen“.
Ein Jahr später, 2006, gründen Heidi Merlet und Lioba Heitz-Safer das Institut für Fortbildung in Laufbahnberatung, das als GbR mit Sitz in Mainz geführt wird. Wesentliche Änderungen werden eingeführt: die Verbindung von Selbst- und Präsenzstudium, Studienbriefe und Aufgaben zwischen den Präsenzterminen sowie eine Wochenendschulung für Gruppenberatung, durchgeführt von Dr. Christine Buschbeck und Lioba Heitz-Safer. Auch nach diesem neuen Konzept schließen wieder sieben Gruppen in Einzel- und vier Gruppen in der Gruppenberatung die Fortbildung ab.
2010 übergibt Heidi Merlet das Institut an die Dipl. Psychologin Irmgard Betzler, die das Institut in „Institut für Laufbahnberatung (IFL)“ umbenennt. Sie führt die Fortbildung Laufbahnberatung ZML mit den erfahrenen Laufbahnberaterinnen Siglinde Czenkusch, Barbara Willmroth, Helma Ostermayer und Dr. Martina Nohl weiter.
Sechs Jahre später, 2016, übernehmen Dr. Martina Nohl und Barbara Willmroth die Fortbildung und gründen das Fortbildungszentrum Laufbahnberatung GbR mit Standorten in Heidelberg und Köln. Sie erweitern und aktualisieren das Fortbildungskonzept und tragen so maßgeblich zu einer umfassenden Qualifizierung und Spezialisierung für Berater*innen aus dem Bereich der Bildungs-, Berufs- und Beschäftigungsberatung in Laufbahnberatung ZML bei.
2022 findet ein weiterer bedeutender Wechsel statt. Die Dipl. Psychologin und Laufbahnberaterin Angelika Teske-Letzsch übernimmt die Leitung des Fortbildungszentrum Laufbahnberatung (FZL). Sie ist die Erste, die auf die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Laufbahnberater*innen ZML Wert legt und dieses in die Fortbildung miteinbezieht.
Die Fortbildung wird erstmals auch online angeboten, während die Präsenzangebote weiterhin bestehen bleiben. Zusätzlich bleiben auch andere Weiterbildungsseminare, wie der Berufswahlcoach ZML, im Programm. Mit diesen und weiteren Innovationen setzt die Fortbildung Laufbahnberatung ZML ihre lange Tradition fort und passt sich den aktuellen Anforderungen an eine hochqualifizierte Berater*innen Ausbildung an.